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Reiseerlebnisse aus vielen Ländern der Erde

Mallorca, der Nordwesten

Auf geht’s ins 17. Bundesland, auf die beliebteste Insel der Deutschen. Ziel sind nicht die berüchtigten Orte des Massentourismus im Süden, sondern der landschaftlich interessante Nordwesten. Die Reise geht von Palma zum Cap de Formentor.

Die Hauptstadt Palma de Mallorca ist diie zentrale Anlaufstelle für alle Touristen, die mit dem Schiff oder Flugzeug auf die Insel kommen.

Direkt am Hafen steht neben dem Königspalast die imposante Kathedrale der Heiligen Maria, auch als „La Seu“ bekannt. Nach der Maurenherrschaft im 13. Jahrhundert wurde die Kathedrale auf dem Platz einer islamischen Moschee errichtet. Die Arbeiten an der Hauptfassade wurden erst im 20. Jahrhundert abgeschlossen.
















Für einen Teil der Innengestaltung wurde der bekannte Architekt Antoni Gaudí verpflichtet.
















Umstritten ist die moderne Gestaltung der Kapelle durch den Künstler Miquel Barcelo.


Eindrucksvolle sakrale Kunstschätze beherbergt das angeschlossene Museum.


Bei einem kurzen Altstadtrundgang entdecken wir als erstes interessantes Ziel die arabischen Bäder.


Die kleine Anlage mit ihrem schönen Garten ist wirklich sehenswert und ein Ort der Stille in dieser lebhaften Stadt.


Bereits 1256 wurde der Grundstein für das Kloster Santa Clara gelegt. Es zählt mit zu den ältesten Stiftungen für Nonnen in Palma.


















Unmittelbar angrenzend an den Placa de Josep Maria Quadrado steht die Basilika Sant Francesc mit dem beeindruckenden Barock-Portal.


















Arabische Einflüsse haben den Baustil der mallorquinischen Paläste mit ihren Idyllischen schattigen Innenhöfe bestimmt. Die Spanier nennen sie Patio. Sie sind der ideale Rückzugsort an heißen Sommertagen.



Vorbei an der Kirche Santa Eulalia führt uns der Rundgang zum Rathausplatz mit dem 600 Jahre alten Olivenbaum.















Im Jahr 2003 wurde er in die Liste einzigartiger Bäume der Balearen aufgenommen. Der Olivenbaum wuchs auf einer Finca bei Pollença (Pollenka) heran und wurde später in die Altstadt von Palma verpflanzt.

Im  Stil eines mallorquinischen Bürgerhauses wurde 1649 das heutige Rathaus anstelle eines mittelalterlichen Hospitals errichtet.




















Wir beenden unseren kurzen Rundgang und bummeln entlang den Mauern des königlichen Palastes wieder zurück zum Hafen.

Wie eine gewaltige Mauer zieht sich das Tramuntana Gebirge entlang der nordwestlichen Küste. Rund 90 km lang und mit Bergen bis über 1400 Meter Höhe.

Die Terrassen in Banyalbufar wurden bereits von den Mauren angelegt.


Früher wurde hier Wein angebaut. Heute überwiegt der Obst- und Gemüseanbau. Die Bewässerung erfolgt über ein Netz von Zisternen und Kanälen.

Wer in Banyalbufar baden will, muss zuerst einen steilen anstrengenden Weg hinunter zum Strand zurücklegen.


Über 400 Meter hoch liegt der Ort Valdemossa. Bekannt wurde er durch den Aufenthalt des kränkelnden Komponisten Frederic Chopin und seiner geliebten George Sand im Winter 1838/39.


Kartäuser gründeten einst das mächtige Kloster. Nach der Kathedrale in Palma ist die Kartause das zweithäufigste besuchte Bauwerk von Mallorca. Einige der Klosterräumlichkeiten sind eingerichtet und erlauben einen Einblick in die Lebensweise der Mönche. Einen eigenartigen Reiz besitzt die Klosterapotheke aus dem 17/18. Jahrhundert.


Dem berühmten Gast ist eine Ausstellung mit Dokumenten, Partituren und Porträts gewidmet.










Vor den Klausen befinden sich kleine Gärten mit einer phantastischen Aussicht über das Tal.

Neben dem Kloster steht der Königspalast. Täglich werden Besuchern im Konzertsaal bekannte Werke von Chopin dargeboten. Die Zimmer sind mit Originalmöbeln verschiedener Epochen eingerichtet.




























Neben den Sakralbauten lohnt ein Spaziergang durch die engen gepflasterten Gassen mit den blumengeschmückten Häusern. 


Wir fahren weiter an der Küste nach Deia. Namhafte Künstler haben diesen Ort bekannt gemacht. Wie Schwalbennester kleben die Gebäude an den Hängen.



















Wegen der Aussicht lohnt es sich die hoch gelegene Kirche mit dem kleinen Friedhof zu besuchen.


Fornalutx (Fornalutsch) wurde schon mehrfach zum schönsten Dorf Spaniens gewählt. Hier zu leben erfordert eine gute körperliche Verfassung, denn viele Häuser können nur über Treppen erreicht werden. Liebevoll sind die engen Gassen mit Pflanzen geschmückt.




















Vor der Tunneleinfahrt nach Soller liegen die Alfabia-Gärten.















Maurische Gartenbaukunst verwandelte das Gebiet in einen Dschungel mit vielerlei Bäumen, exotischen Gewächsen und blühenden Sträuchern.



















Das zugehörige Herrenhaus ist mit vielen Antiquitäten ausgestattet. Attraktion ist der gotische Königsstuhl.




























Neben einer historischen Ölmühle sind auch die Stallungen zu bestaunen. Im Mudejar-Stil präsentiert sich die Decke im Torbau.


Überall auf Mallorca muss man mit Radfahrern rechnen. Viele Nationalteams trainieren hier für die kommende Saison.




Durch den 3 Kilometer langen Tunnel gelangen wir nach Soller, der Hauptstadt der Tramontana. Der Anbau von Orangen brachte dieser Stadt den soliden Wohlstand. Die imposante, reich ausgestattete Pfarrkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.



















Soller ist Endstation vom Roten Blitz. Die Schmalspurbahn verbindet Soller mit der Hauptstadt Palma.















Zum Hafen Port de Soller verkehrt der Orangen-Express. Eine alte nostalgische Straßenbahn.

Nahezu völlig vom Meer abgeschlossen liegt die Bucht Badia de Soller. Der einzige sichere Hafen an der Tramuntana-Küste.


Wenige Gehminuten vom Hafen entfernt beziehen wir unser Quartier, das wunderschöne Hotel Es Port. Der ehemalige Gutshof verfügt über einen großen Garten zum Ruhen und Entspannen.















Oberhalb des Hafens entdecken wir ein uriges Lokal und stärken uns mit Tapas. 


Leider zieht ein Gewittersturm auf und vertreibt uns von diesem idyllischen Ort. Den berühmten Sonnenuntergang hoffen wir beim nächsten Besuch zu erleben. 















Die Bucht von Calobra kann über eine abenteuerliche Serpentinenstraße oder mit dem Schiff von Port de Soller erreicht werden. Bei ruhiger See entscheiden wir uns für die Schifffahrt.


In Calobra führt der Weg zum Badestrand durch einen Fußgängertunnel.


















Dahinter führen Kilometerlange Wanderwege entlang der bizarren Felsenschlucht Torrent de Pareis in unwegsames Gelände. Eine Durchquerung der Schlucht ist nur etwas für erfahrene Bergsteiger. Besonders gefährlich wird es nach Regenfällen, wenn das Wasser durch die engen Schluchten schießt.



Wegen der Steilküsten ist dieser Landstrich wenig besiedelt.


Heute wollen wir den nordwestlichsten Teil der Insel erkunden.

Hoch gelegen sind die Stauseen, die die Wasserversorgung Palmas sichern.


Inmitten wilder Berglandschaft liegt in einem Talkessel das Marienwallfahrtskloster Lluc (Ljuk)



















Ein Hirtenjunge fand hier einst eine dunkle Madonnenstatue und brachte sie zum Priester nach Escorca (Eskorka). Zweimal verschwand sie auf wundersame Weise und kehrte immer an ihren Fundort zurück. Ein Zeichen des Himmels also hier eine Kapelle als Standort zu gründen. Daraus entstand das Kloster. Viele Gebäude stammen aus dem 17. Und 18. Jahrhundert.


Das sparsam beleuchtete Gotteshaus besitzt eine mystische Atmosphäre.
















Über Pollenca steuern wir unser letztes Ziel an. Das Kap Formentor ist der nördlichsten Punkt der Insel.

Etwa auf halben Weg bietet der Aussichtspunkt Mirador de Mal Pas ein beeindruckendes Erlebnis, die Steilküste in ihrer vollen Schönheit zu bewundern.

Bereits 1857 wurde mit der Errichtung des Leuchtturms begonnen. Ein abenteuerliches Projekt, denn das Kap konnte nur zu Fuß in einem 17 Kilometer langen Pfad oder über das Wasser erreicht werden. Vom Meer aus mussten dazu 272 Treppenstufen erklommen werden.


Abseits vom überladenen Stränden bietet Mallorca eine Vielzahl attraktiver Ziele. 


Entlang des Tramuntana-Gebirges haben wir einige besucht und vorgestellt. Eine Insel, die sicher auch bei mehreren Besuchen immer noch Überraschungen gewährt. 

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