JOBO-FILM

Reiseerlebnisse aus vielen Ländern der Erde

Die Antarktis




 

 Nach 14 Stunden Flugzeit von Europa zeigt sich die argentinische Hauptstadt Buenos Aires bei sommerlichen Temperaturen. Der kurze Zwischenstopp reicht, um einige Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden.













Bis zum Startpunkt der Seereise an der Südspitze des Kontinents in Ushuaia, müssen weitere 3000 km zurückgelegt werden.

Ushuaia liegt am Beaglekanal und gilt als südlichste Stadt der Welt. Sie ist Endpunkt der Panamerika-Straße. Ushuaia ist der wichtigste Abfahrtshafen für Expeditionsfahrten in die Antarktis.


Die frühen Entdecker und Seefahrer bekamen die hier herrschenden Naturgewalten oft in voller Härte zu spüren. Viele mussten ihre Abenteuerlust mit dem Leben bezahlen. Hoffen wir, dass unsere Expeditionsfahrt nicht durch unvorhersehbare Wetter und Eisverhältnisse beeinträchtigt wird und wir die Natur bei Anlandungen hautnah erleben dürfen.

Durch den Beagle-Kanal verlassen wir am Abend Feuerland und fahren über die Weite des Atlantiks zu den Falklandinseln.


Die Fahrt über das offene stürmische Meer bringt den Gleichgewichtssinn ordentlich durcheinander. Ingwertee und Pflaster gegen Seekrankheit helfen bei der Akklimatisierung.

Für alles was nicht an Bord ist, wird es bis zur Rückkehr keine Möglichkeit der Ergänzung geben, denn wir fahren in eines der entlegensten Gebiete der Welt.

500 km von der südamerikanischen Küste entfernt bereiten wir uns auf die erste nasse Anlandung vor. Ziel ist die Falklandinsel New Island.

Bei der Ankunft wird uns klar, was eine nasse Anlandung bedeutet.

In der sonst unbewohnten Gegend werden wir von einem Falkland Karakara beobachtet.

Zu seinem Beutespektrum gehören junge Vögel und Pinguine.

Pinguine leben ausschließlich auf der Südhalbkugel. Vorgeblich sucht man nach Eisbären, den die leben in der Arktis.

Pinguine stellen zurzeit etwa 90% des gesamten Vogelbestands der Antarktis.


 

 

Ihr eigentliches Element ist das Wasser. Aufs Trockene gehen sie nur um ihren Nachwuchs aufzuziehen, sich zu mausern oder für Ruhepausen.




Der Eselspinguin hat seinen Namen von den einzigartigen Lauten erhalten, die an Eselgeschrei erinnern. Charakteristisch sind seine beiden weißen Flecken oberhalb der Augen.


Die Zügelpinguine zählen zu den kleinsten Pinguinen in der Antarktis. Markant ist der  schwarze Kinnriemenstrich, der an den Helmriemen eines englischen Polizisten erinnert.


lt. Wir erinnern uns an die Verhaltensregeln und halten gebührenden Abstand zu den Tieren. 



Mit konzentrierten Blicken verfolgt der Karakara unseren den Abzug von der Insel.


Stanley ist seit 1843 offizielle Hauptstadt der Falklandinseln. Hart umkämpft im 1. Weltkrieg gegen die Deutschen und zuletzt 1982 im Falklandkrieg gegen die Argentinier haben die Briten stets die Oberhand über die Inselgruppe behalten. Entsprechende Denkmäler erinnern an diese Zeiten.


Vor der anglikanischen Christ Church Cathedral steht das Wahrzeichen der Stadt.


Ein Doppelbogen aus den Unterkieferknochen zweier Blauwale.

Die Stadt lässt sich leicht erkunden. Einmal die Hauptstraße an der Hafenmauer entlang schlendern genügt.


Neben dem Postamt lohnt ein Besuch des liebevoll ausgestatteten Heimatmuseums. Man fühlt sich zurückversetzt in die damalige Zeit und kann nachvollziehen, wie die wenigen Menschen dort lebten.


Die 3000 Inselbewohner werden von einem Gouverneur regiert.

Zwei See -Tage über das offene Meer dauert die Reise nach Südgeorgien.


Unterwegs passieren wir die nackten einsamen Felsen der Shag Rocks. Sie sind ein ideales ungestörtes Brutgebiet für Königskormorane.
















Riesensturmvögel und Albatrosse begleiten unser Schiff und zeigen sich als wahre Meister der Segelkunst. Bis zu dreieinhalb Meter beträgt die Spannweite ihrer Flügel. Damit können sie Hunderte von Kilometern ohne Landung übers Meer gleiten.


1400 km von der Ostküste Südamerikas entfernt erreichen wir Südgeorgien. Wir freuen uns, wieder einmal festen Boden unter unseren Füßen zu spüren.

Die Bewohner von Salisbury Plain lassen sich durch unsere Ankunft nicht aus der Ruhe bringen. Nur wenige neugierige Blicke richten sie auf uns.


Unvergesslich ist der Eindruck vor etwa 200.000 Königspinguinen zu stehen. 


Vor der Mauser erinnern die braunen buschigen Jungtiere eher an Kaffeewärmer. Umso erstaunlicher ist die markante Färbung der Alt -Vögel danach.


Bei den Pelzrobben ist die Farbänderung weniger spektakulär.


In der Kolonie warten Raubvögel auf den richtigen Augenblick ein Jungtier zu schlagen. Selbst junge Robben sind nicht vor ihren Angriffen sicher.















Grytviken, an der Ostküste von Südgeorgien gelegen, ist ein schauriger Ort.


Für Besucher hat der Gouverneur strenge Regeln erlassen. Vor und nach jedem Ausflug müssen die Gummistiefel gewaschen und desinfiziert werden. Die gesamte Expeditionsausrüstung muss frei von Samen und Keimen sein.

Nach 61 Jahren Walfang wurde die Station 1965 geschlossen. 54.100 Wale wurden hier verarbeitet. Nebenbei schlachtete man jährlich noch etwa 5.000 Robben ab. Während der Fangsaison im Sommer lebten und arbeiteten 400 Männer in der Station. 














Sogar eine richtige Kirche aus Norwegen wurde herbeigeschafft.



Leider wurden mit der industriellen Ausbeutung der Meeresbewohner auch ortsfremde Tiere eingeschleppt. Ratten und Rentiere haben die einheimische Flora und Fauna negativ beeinflusst. Mit hohem Aufwand konnten die Fehler wieder behoben werden. Seit 2018 ist die Insel nun frei von Nagetieren.

Heute ist es still geworden und Grytviken ist eine rostende Industrieruine mit einem Museum und einer Forschungsstation.


Der bekannte Antarktisforscher Ernest Shackleton starb hier 1922 bei der Anreise zu seiner vierten Expedition.

Der Weg zu seinem Grab wird durch aggressive Robben zu einem Spießrutenlauf.
















Mit diesen unvergesslichen Eindrücken verlassen wir Südgeorgien und fahren durch das Gebiet der Antarktischen Konvergenz weiter nach Süden.

Hier stoßen kalte und wärmere Wassermassen zusammen und sorgen so für eine ausgedehnte Nebelzone.


Mit der Überquerung des 60ten Grad südlicher Breite befinden wir uns nun im Geltungsbereich des Antarktisvertrages.

In der internationalen Übereinkunft  von 1959 wurde festlegt, dass die unbewohnte Antarktis zwischen 60 und 90 Grad südlicher Breite ausschließlich friedlicher Nutzung, besonders der wissenschaftlichen Forschung, vorbehalten bleibt. Untersagt sind militärische Übungen sowie der Abbau von Bodenschätzen.

Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Begegnung mit einem riesigen Tafel-Eisberg. Unglaubliche 37 km lang und 15 km breit sind seine Abmessungen.


Nach zwei weiteren See Tagen nähern wir uns dem Zielgebiet der antarktischen Halbinsel.


An der Station Esperanza betreten wir das einzige Mal das kontinentale Festland der Antarktis. Der Festlandbereich der Antarktis bildet die größte Eiswüste der Erde.


Die argentinische Station wird ganzjährig von Forschern und ihren Familien, sowie vom Militär bewohnt. Jeder Besuch ist willkommen, denn im antarktischen Winter ist die Station von der Außenwelt abgeschnitten. 

Wir kreuzen zwischen den Süd-Shetlandinseln und der Antarktischen Halbinsel in der Branfield-Straße.





























Nachdem der Wettergott uns wohlgesonnen ist, nutzen wir die Gelegenheit mit den Zodiacs die Eis-Welt hautnah zu erleben.


Durch die ständige Bewegung der Eismassen ist die Navigation besonders anspruchsvoll.

Ein besonderes Erlebnis ist die Begegnung mit Walen. Nachdem einige Arten fast ausgerottet waren haben sich die Bestände wieder leicht erholt. Der neue Feind ist der Plastikmüll, der leider nun auch diese Regionen erreicht hat.

Deception Island ist eine der größten Kraterinseln der Erde. Durch eine schmale Öffnung im Kraterrand kann der eingebrochene Vulkan befahren werden. Während der letzten Ausbrüche 1967 und 1970 wurde die chilenische Forschungsstation durch Aschefälle und Steinhagel vollständig zerstört.


Erste zaghafte Versuche einer neuen Vegetation überdecken die schwarze Asche.


Aufsteigende Dampfwolken zeigen, dass der Vulkan noch aktiv ist. Das Wasser ist dennoch kalt aber besonders Abgehärtete nutzen die Gelegenheit zu einem Bad.


Die Wetterbedingungen erlauben uns weiter nach Süden vorzudringen. Treibeis, Eisberge, Gletscherwände und schroffe Berge sind nun unsere Begleiter.


Am Ende des Lemaire-Kanals erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Reise bei 65 Grad Süd.


Der Kapitän dreht das Schiff und wir fahren zurück Richtung Paradise Bay.

 















































Wetter- und Meeresgötter waren uns gewogen. Wir konnten so mit den Zodiacs diese einzigartige Gegend aus nächster Nähe erleben. 


Wir haben eine Reise voller unvergesslicher Eindrücke erleben dürfen.

Momente für die Ewigkeit.

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